von Christian Richter

SV Burggrafenhof 1 - TV Lauf 2

SV Burggrafenhof 1 vs TV Lauf 2

Hufer Basketballherren 1 meistern die erste Hürde im Bezirkspokal souverän

 

Nach der ersten Saisonniederlage in der Liga war für die Hufer Bezirksliga-Korbjäger Wiedergutmachung angesagt. Gelegenheit hierzu ergab sich im Bezirkspokal, wo man in der 1. Runde beim Nord-Kreisligisten TV Lauf 2 antreten musste. Eine auf dem Papier machbare Aufgabe, hatte doch die 2. Herren des SVB die Laufer zum Saisonauftakt deutlich bezwingen können.

 

Allerdings, so weiß man aus der Vergangenheit, steht hinter der Besetzung der Laufer immer ein kleines Fragezeichen, verfügt der Verein – mit der 1. Mannschaft immerhin in der Bezirksoberliga aktiv – über eine gute Jugendarbeit und einige „gute Oldies“, die immer mal wieder einspringen und somit den Mannschaften ein anderes Gesicht und zusätzliche Qualität geben.

 

Unsere All-Blacks hatten – wie in der Vorwoche – erneut mit Personalsorgen zu kämpfen: Max Dittrich (Schonung nach Muskelfaserriss), Jochen Sill (Rückenprobleme), Tobi Ornellas (Weisheitszahn-OP) mussten leider genauso passen wie Jörg Schmidt, Sebbi Melz und Max Baude (privat verhindert). Zudem wollte Coach Cosmar seinen Aufbau Björn Hertlein, den muskuläre Probleme und Knieschmerzen plagten, wenn möglich nur dosiert einsetzen. Ein wenig Vorsicht war also angebracht.

 

Zu ungewohnt später Stunde um 20 Uhr ging es für unsere Jungs zum Hochball, den Peter Hehrlein direkt in 2 Punkte ummünzen konnte. In einer konzentrierten Anfangsphase erhöhten Björn Hertlein und Micha Reinlein per Dreier auf 7:0 nach 2 Minuten. Doch wie schon in den letzten beiden Spielen schlichen sich erneut Abschlussschwächen ins Spiel der Hufer ein, so dass man bis zur 6. Minute warten musste, ehe Alex „Turbine“ Karl sein Team mit einem Dreier aus der Lethargie erweckte. Erst jetzt spielte man wieder guten Basketball und da auf Laufer Seite offensiv wenig ging, konnte man den Vorsprung durch 4 weitere Punkte von Björn Hertlein sowie Körbe von Sebbi Kolb, Micha Reinlein und Dave Weinmann weiter ausbauen. Viertelpause – 20:6.

 

Für das 2. Viertel war die Marschrichtung schnell klar: den Vorsprung in den ersten Minuten auf über 20 ausbauen, dann die Angriffe 20 Sekunden ausspielen und Kräfte für das kommende Ligaspiel sammeln. Gesagt getan. Dave Weinmann und Stefan Kirchgässner erzielten je 6 Punkte in diesem Viertel und mit dem Dreier von Björn Hertlein zum 30:10 in der 15 Minute war das Ziel erreicht. Für ihn war, wie geplant, jetzt Schluss und die Aufbauarbeit übernahmen von nun ab abwechselnd Peter Hehrlein, Micha Reinlein und Alex „Turbine“ Karl. Lauf versuchte weiterhin dagegen zu halten und kam per Dreier durch Felix Locke sowie zwei schöne Aktionen von Routinier Kay Düwel zu weiteren Punkten, ohne allerdings die Hufer in Bedrängnis zu bringen. Halbzeitstand 44:14.

 

Die zweite Halbzeit verlief im Wesentlichen wie die erste. Nach einer vierminütigen Schwächephase zu Beginn des 3. Viertels erhöhte Huf noch einmal das Tempo, ohne sich verausgaben oder sein volles Potential auszuschöpfen zu müssen. Micha Reinlein und Stefan Kirchgässner mit je 6 Punkten und der an diesem Abend stärkste Hufer Dave Weinmann mit 14 Punkten in der 2. Halbzeit sorgten letztlich für den deutlichen 81:27 Erfolg und das Erreichen der 2. Pokalrunde.

 

Eine Schrecksekunde gab es für das Team noch zu überstehen, als Sebbi Kolb bei einer unglücklichen Aktion ein Knie und den Hallenboden an den Kopf/Nacken bekam und sichtlich durchgeschüttelt nicht mehr weiterspielen konnte. Spät am Abend gab er jedoch erste Entwarnung.

 

Punkteverteilung: Weinmann 22, Reinlein 16, Karl 12, Kirchgässner 12, Hertlein 9, Hehrlein 8, Kolb 2

 

Coach Cosmar nach dem Spiel: „Natürlich war das heute ein ungleiches Duell, insbesondere auf den großen Positionen. Ein ähnliches Ungleichgewicht würde den SVB aber umgekehrt erwarten, wenn die 1. Mannschaft von Lauf auf unsere 2. Mannschaft treffen würde. So ist das eben im Pokal und insofern wissen wir den Sieg realistisch einzuordnen. Mein Kompliment geht an Lauf, die trotz des hohen Rückstandes immer gekämpft haben – sinnbildlich hier das „hustle“ von U18-Spieler Dennis Kaufhold, den wir ja aus unzähligen, guten Schiedsrichtereinsätzen bei uns gut kennen sowie die schönen Körbe von Routinier Kay Düwel. Für uns heißt es jetzt Kräfte zu sammeln, unter der Woche weiter am Abschluss zu arbeiten und uns gut auf das schwere Heimspiel gegen die Alligator Baskets Höchstadt vorzubereiten.“

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