von Christian Richter

SV Burggrafenhof 1 - TSV Ansbach 3

SV Burggrafenhof 1 vs TSV Ansbach 3

Erste Niederlage für den Aufsteiger – Basketballherren 1 unterliegen starken Ansbachern

 

Spitzenspiel in der Basketball-Bezirksliga im Hufer Dome zu Burggrafenhof: Aufsteiger gegen Aufsteiger, Bezirksklasse-Meister 16/17 gegen Bezirksklasse-Vizemeister 16/17, zwei bisher ungeschlagene Teams im direkten Duell. Einige Spieler mit Erfahrung aus höheren Ligen und Auswahlmannschaften auf beiden Seiten, eher selten dürfte es ein personell so gut besetztes Bezirksliga-Duell gegeben haben.

 

Unsere All-Blacks allerdings mit Personalsorgen: Max Dittrich (Muskelfaserriss), Jochen Sill (Rückenprobleme), Max Baude (verhindert) und Stefan Kirchgässner (krank) mussten leider passen. Dave Weinmann (Grippe) lief deutlich geschwächt auf. Sebbi Melz kehrte erstmalig nach seiner Bänderverletzung ins Team zurück. Unterstützung erhielt die Mannschaft von Christian Peter aus der 2. Mannschaft. DANKE!!! an dieser Stelle.

 

Pünktlich um 18:00 ging es zum Hochball, den Ansbach direkt in 2 Punkte ummünzen konnte. Zwar konnte Peter Hehrlein durch zwei erfolgreiche Freiwürfe ausgleichen, doch Ansbach war direkt auf Touren und setzte sich – angeführt vom starken Jan Niklas Müller über 7:2 auf 11:6 ab. Erst jetzt kamen die Hufer besser ins Spiel und schafften es, durch 9 Punkte von Jörg Schmidt und Björn Hertlein erstmals in Führung zu gehen und eine 1-Punkte-Führung in die Viertelpause zu retten – 16:15 nach 10 Minuten.

 

Das zweite Viertel begann zunächst ausgeglichen, Jörg Schmidt, Peter Herhlein und Björn Hertlein konterten Dreier durch Jan Niklas Müller und Lukas Diller zum zwischenzeitlichen 23:21 (14. Minute). In dieser Phase ging ein erster Bruch ins Spiel unserer All-Blacks. Während Ansbach kontinuierlich punktete, gelangen dem Heimteam auch einfachste Aktionen nicht. 5 Minuten blieb man ohne Punkt – trotz gut herausgespielter Angriffe und freien Korblegern. Dies nutzte Ansbach zu einem 10:0 Run, erst gestoppt durch 4 Punkte von Dave Weinmann. Halbzeit – 27:34.

 

Ratlose Gesichter in der Hufer Kabine: irgendwas passte nicht… gefühlt gute Entscheidungen getroffen – dennoch wenig getroffen, defensiv eigentlich gut gestanden – dennoch 34 Punkte kassiert und 7 Punkte zurück. Weiter ins Spiel kämpfen und konzentriert arbeiten lautete die Devise für die zweiten 20 Minuten.

 

Diese begannen aus Sicht der Hufer auch vielversprechend – Peter Hehrlein und Dave Weinmann sorgten mit 2 schnellen Körben für den 31:34 Anschluss in der 22. Minute und Euphorie auf Seiten des Gastgebers. Diese währte jedoch nicht lange, konterte Ansbach doch seinerseits durch 7 schnelle Punkte. Aber der SVB wollte sich nicht abschütteln lassen, spielte nun ansehnlichen Basketball und begab sich seinerseits auf einen 8:0 Run zum 39:41 in der 26. Minute. Erstmalig keimte die Hoffnung auf, dass man das Spiel nun zu den eigenen Gunsten kippen könnte, und es entwickelte sich nun ein spannendes, hochklassiges Basketball-Spiel.

 

Bis zur 32. Minute blieb es ein enges Spiel (53:55), dann musste Coach Cosmar zunächst Dave Weinmann (die Grippe ließ einen weiteren Einsatz nicht zu) und auch Peter Hehrlein (Krämpfe) vom Feld nehmen. Gleichzeitig ließen die Hufer Korbjäger wieder einige aussichtsreiche Möglichkeiten ungenutzt. Ansbach – im Stile einer Spitzenmannschaft – nutzte dies konsequent aus und setzte die spielentscheidenden „Nadelstiche“ in Form von 2 Dreiern durch den starken Lukas Diller sowie im Inside-Game durch Philipp Winterhalter. Mit dem 55:69 zu Beginn der 39. Minute war das Spiel entschieden. Endstand 59:73.

 

Punkteverteilung: Hertlein 14, Weinmann 12, Hehrlein 11, Reinlein 8, Schmidt 7, Karl 5, Ornellas 2

 

Coach Cosmar nach dem Spiel: „Natürlich könnten wir spekulieren, wie das Spiel gelaufen wäre, wenn das Team komplett und Dave Weinmann nicht grippegeschwächt gewesen wäre. Aber so einfach machen wir es uns nicht. Fakt ist, dass wir unsere guten Gelegenheiten nicht genutzt haben und Ansbach heute mehr Antworten hatte als wir. Immer, wenn wir den Anschluss geschafft haben, hatten sie einen Konter parat. Immer, wenn bei uns Würfe „rausrollten“, trafen sie schwere Würfe. Wir haben es nicht ein einziges Mal geschafft, mit mehr als 4 Punkten in Führung zu gehen und Ansbach unter den Druck „treffen zu müssen“ zu setzen. Ansbach hat sehr gut gespielt und ist der verdiente Sieger. Für uns gilt es nun, an unserer Chancenverwertung, die schon beim deutlichen Sieg gegen CVJM Erlangen 2 nicht optimal war, zu arbeiten. Dazu wollen wir das Pokalspiel nutzen, uns „frei spielen“ und dann in der Liga im Heimspiel gegen die Alligators Baskets aus Höchstadt neu angreifen.“

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