von Christian Richter

SV Burggrafenhof 1 - Post SV Nürnberg 5

SV Burggrafenhof 1 - TSV Ansbach 3

Hufer Basketballherren 1 gelingt großer Schritt Richtung erneutem Aufstieg

 

Am Sonntag kam es in der Paul-Moor-Halle in Nürnberg zum Topspiel in der Bezirksklasse Mittelfranken. Der Gastgeber aus Nürnberg, derzeit mit nur 1 Niederlage bei 7 Siegen ärgster Verfolger des SVB, empfing den ungeschlagenen Tabellenführer (11 Siege) aus Burggrafenhof. Dieses Spiel bedeutete für beide Seiten ein richtungsweisendes Spiel um den Aufstieg in die Bezirksliga.

 

Personell konnten beide Teams weitestgehend aus dem Vollen schöpfen. Verzichten musste Coach Cosmar allerdings auf den immer noch verletzten Dave Weinmann, auch Jörg Schmidt und Sebbi Melz (private Gründe, angeschlagen) konnten leider nicht mitwirken. Gespannt machten beide Teams sich warm, war doch das Hinspiel aufgrund fehlender Schiedsrichter ausgefallen und somit das (eigentliche Rück-)Spiel das erste Aufeinandertreffen beider Teams in dieser Saison.

 

Pünktlich um 18:00 Uhr wurde das Spiel von den umsichtigen Schiedsrichtern Dennis Kaufhold (Lauf) und Max Hubmann (Erlangen) angepfiffen. Post startete mit einer Manndeckung in die Partie, während die „All-Blacks“ in der gewohnten 3-2 Zone agierten. Huf erspielte sich gleich einige gute Möglichkeiten, ließ diese aber in den ersten Minuten zu oft ungenutzt, vergleichsweise einfache Aktionen fanden ihr Ziel zunächst nicht. Anders die Nürnberger, die konzentriert abschlossen und sich über ein 5:2 eine 9:6 Führung in der 4. Minute erspielten. Da aus der Distanz in dieser Phase bei Huf wenig ging, suchte man vermehrt den Weg über den Zug zum Korb. Dies gelang immer besser und so konnte das Team in der 9. Minute erstmalig in Führung gehen (11:12). Zwar konterte Post noch einmal zum 13:12, Micha Reinlein sorgte jedoch mit einem schönen Dreier für die abermalige Führung. 13:15 nach dem 1. Viertel.

 

Aus dieser kamen die Mannen um Defensivanker Peter Hehrlein wie verwandelt, denn von nun an zeigte der Tabellenführer, warum er zu Recht vorne und im Viertelfinale des Bezirkspokals steht. Die Defensive stand in dieser Phase fast immer richtig. Geblockte Würfe, Steals und Rebounds sorgten immer wieder für gute (Schnell-)Angriffe, die Björn Hertlein mit 8 und Peter Hehrlein mit 4 Punkten, Max Dittrich per Korbleger und Micha Reinlein mit seinem 2. Dreier in einen 18:2 Run ummünzen konnten. Halbzeit: 15:33 für den SVB.

 

In dieser war man sich einig, dass man nach der Pause da weiterspielen wollte, wo man aufgehört hatte – zum einen, um den Sieg in trockene Tücher zu bringen, zum anderen um sich eine gute Ausgangsposition für das Rückspiel (direkter Vergleich) zu schaffen. Und das Team kam direkt auf Hochtouren. Angeführt vom starken Top-Scorer Björn Hertlein (10 Punkte im 3. Viertel, insgesamt 24) sowie Micha Reinlein per Drive und seinem dritten Dreier konnte man den Vorsprung bis zur 24. Minute auf 22 Punkte ausbauen. Erst jetzt gelang es Post, den Spielfluss zu unterbinden und einzelne Nachlässigkeiten in der Hufer Defense insb. durch Philip Hofmann (8 Punkte in 2 Minuten) zu bestrafen und den Rückstand auf 14 Punkte zu verkürzen.

 

Dies gefiel Oldie Alex „Turbine“ Karl überhaupt nicht und er nahm nun die Zügel in die Hand. Hinten holte er den ein oder anderen wichtigen Rebound, vorne setzte er zunächst einen schönen Dreier und dann noch einen „Bank-Shot“ zur komfortablen 17-Punkte-Führung. 36:53 nach dem dritten Viertel. Zwar konnte erneut Hofmann verkürzen, doch der Huf-Express nahm zu Beginn des 4. Viertels noch einmal an Fahrt auf. Der starke Peter Hehrlein verwandelte in dieser Phase 4 von 4 Freiwürfen, Max Dittrich und Björn Hertlein vollendeten 2 Fast-Breaks sicher, bevor Alex Karl mit einer Wiederholung seiner ersten Aktionen (Dreier und Bank-Shot) weitere 5 Punkte zum zwischenzeitlichen 40:66 (36. Minute) erzielte.

 

Von nun an „plätscherte“ das Spiel etwas vor sich her und beim Stande von 48:68 (39. Minute) schien sich nichts mehr zu tun. Weit gefehlt: Micha Reinlein hatte noch Spaß am Spiel, schloss einen schönen Drive erfolgreich ab und feuerte das Team an, noch einmal Gas zu geben. Sebastian Kolb, schön freigespielt per Korbleger, und Alex Karl mit 2 von 2 Freiwürfen schraubten das Ergebnis in der 40. Minute dann noch einmal hoch, so dass die Hufer mit einem verdienten 48:74 Auswärtserfolg die Heimreise antreten konnten.

 

Zufriedene Gesichter daher beim Team und den mitgereisten Fans (DANKE!!!). „Mit Ausnahme von zwei kurzen Schwächephasen war das heute eine sehr gute Leistung vom ganzen Team“, so Coach Cosmar nach dem Spiel. „Die Defensive um Peter Hehrlein war 3 Viertel richtig stark und offensiv haben wir uns Viertel um Viertel gesteigert. Micha Reinlein und Björn Hertlein haben eine gute Balance aus Scoring und Passing gefunden, so dass von den letzten 28 Punkten nur 6 Punkte auf unsere Top-Scorer gingen. Wenn man bedenkt, dass wir noch einige gute Chancen haben liegen lassen, macht das Hoffnung für die noch ausstehenden Spiele. Wir haben jetzt eine tolle Ausgangslage vor den letzten 4 Spielen und wollen uns nun für die bisherige Saison mit dem Aufstieg belohnen.“

 

Eine Hiobsbotschaft erreichte uns dann einige Tage nach dem Spiel: Peter Hehrlein hatte sich im Spiel den Finger gebrochen und musste leider operiert werden. Er wird damit bis zum Ende der Saison und auch im Pokal-Highlight gegen Neustadt ausfallen. An dieser Stelle „gute Besserung!!!“.

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