von Christian Richter

SV Burggrafenhof 1 - Altenberg 46ers

SV Burggrafenhof 1 - TSV Ansbach 3

SVB Basketballern gelingt großer Schritt Richtung Aufstieg – Klarer Auswärtssieg gegen Altenberg

 

Nach dem Pokalspiel gegen Neustadt stand für die Hufer Basketballer am letzten Wochenende wieder der Liga-Alltag an. Es ging zum Nachbarschaftsduell gegen die Erstvertretung des TSV Altenberg. Die 46ers rangierten vor dem Spiel mit 7 Niederlagen aus 13 Spielen zwar nur auf dem 6. Platz. Allerdings wurden 2 Spiele am „grünen Tisch“ verloren und die ein oder andere Niederlage war auf verletzungs-/krankheitsbedingte Ausfälle von Leistungsträgern zurückzuführen. Last but not least war man durch das Hinspiel gewarnt, das man zwar letztlich mit 10 Punkten Vorsprung gewinnen konnte, in dem man sich aber auch phasenweise schwerer tat als gewohnt.

 

Personell musste das Team weiterhin auf die Starter Dave Weinmann (Knieverletzung) und Peter Hehrlein (Fingerbruch) verzichten. Hinzu gesellte sich Jochen Sill (Urlaub). Dagegen konnten die „All Blacks“ wieder auf den Einsatz der Routiniers Jörg Schmidt und Alex „Turbine“ Karl zählen. Auch Tobi Ornellas, letzte Woche noch privat verhindert, kehrte ins Team zurück. Gespannt machten sich beide Teams für den Hochball bereit.

 

Auf diesen musste man zunächst aber erst einmal warten, hatte der für dieses Spiel zugeteilte Nürnberger Basketball Club keine Schiedsrichter geschickt. Ratlosigkeit auf beiden Seiten. Eine Verlegung wollte allen nicht so richtig schmecken – zum einen wegen des engen Spielplans, zum anderen wegen der zahlreich erschienenen Zuschauer. Letztendlich entschieden die Verantwortlichen, das Spiel unter der Leitung von Peter Koller (Abteilungsleiter und Schiedsrichter der 46ers) sowie Benjamin Härtl (Schiedsrichter des SVB) stattfinden zu lassen. Beiden gilt an dieser Stelle unser Dank. Zum einen, weil sie an einem Sonntag so kurzfristig zur Verfügung standen. Zum anderen, weil sie als Vereinsmitglieder der beiden Teams eine neutrale Leistung in einer aufgeheizten Atmosphäre abgeliefert haben. DANKE!

 

Mit einer gut 1-stündigen Verspätung wurde dann endlich gespielt. Die 46ers starteten überraschend mit einer kleinen Aufstellung in die Partie und versuchten, die Hufer schon im Aufbauspiel mit einer aggressiven Manndeckung aus dem Konzept zu bringen. Dies gelang zwar nur teilweise; da aber die ersten Würfe wie schon im Pokal gegen Neustadt ihr Ziel verfehlten, kam Huf schwer in die Partie. Zwar brachte Sebbi Melz unsere Farben mit 2 erfolgreichen Freiwürfen als erstes aufs „Scoreboard“ und auch Micha Reinlein konnte 2 Würfe erfolgreich verwandeln. Jedoch konterte Fabian Ströhlein mit 4 Dreiern in Serie und brachte so seine Farben früh mit 12:6 in Führung und die Fans der 46ers auf Hochtouren.

 

Die „All Blacks“ ließen sich davon jedoch nicht beirren und schalteten nun einen Gang hoch. Björn Hertlein machte Dampf und verkürzte mit 4 Punkten in Serie auf 10:12. Micha Reinlein erzielte bis zur Viertelpause weitere 8 Punkte und da auch Max Dittrich einen Fastbreak erfolgreich verwandelte und die Verteidigung in den letzten 6 Minuten nur noch 2 weitere Körbe zuließ, ging es mit einem 22:16 in die Viertelpause. In dieser hieß es, den Schwung mitzunehmen und sich weiter abzusetzen.

 

Doch zunächst waren es die Altenberger, die mit mehr Elan aus der Pause kamen. Während sich die Hufer zu sehr mit Nebenkriegsschauplätzen beschäftigten und ihr Glück in Einzelaktionen suchten, besann sich der Gegner auf Kampf und Teamspiel und drehte das Spiel mit einem 8:0 Run auf 22:24 (13. Minute). Es sollte die letzte Führung der 46ers an diesem Nachmittag bleiben. Huf besann sich nun vermehrt auf seine Stärken: Teamspiel und gute Verteidigung. Erneut Björn Hertlein startete den „Gegen-Run“ mit einem Fastbreak, direkt danach setzte Micha Reinlein den Dreier zur erneuten Führung. Jetzt wurden auch die anderen Hufer Akteure wach: Jörg Schmidt mit 4 Punkten, Tobi Ornellas und Max Dittrich punkteten in dieser Phase und schraubten den Vorsprung auf 37:28, ehe Thomas Schwemmer mit 3 von 4 Freiwürfen noch einmal für die Gastgeber verkürzen konnte. 37:31 zur Halbzeit.

 

In dieser fand Coach Cosmar deutliche Worte. Ihm gefiel es gar nicht, dass sich sein Team in der 1. Halbzeit so von äußeren Faktoren hatte ablenken lassen. Zudem bemängelte er einige unnötige Ballverluste und, dass man viele sich bietende Chancen nicht genutzt hat. Für die 2. Halbzeit erwartete er, dass sich sein Team vor den vielen mitgereisten Fans besser präsentiert.

 

Und sein Team hatte genau zugehört. Zwar konnte Altenberg nach einem erfolgreichen Wurf von Tobi Ornellas durch Ronny Winter per Dreier noch einmal auf 5 verkürzen (39:34), doch von nun an spielte erst einmal nur noch der SVB. Jörg Schmidt per Dreier, Mitteldistanzwurf und Korbleger „and one“, Max Dittrich im „Pick and Roll“ mit Micha Reinlein sowie Björn Hertlein mit 2 „and one“-Plays initiierten den spielentscheidenden Run, der 6 Minuten später mit dem 60:39 sein Ende fand. Erst jetzt konnte sich Altenberg befreien und das Spiel durch Markus Gerstner (4 Punkte in Folge) wieder ausgeglichener gestalten. Da aber auch Max Dittrich und Tobi Ornellas weiter punkten konnten, ging es mit einem 64:44 ins letzte Viertel.

 

In diesem machte das Team dort weiter, wo es aufgehört hatte, und zeigte die Qualität, die der Kader auch in der Breite hat. Alex „Turbine“ Karl erzielte 9 Punkte, Felix Weinmann, Sebbi Melz und Basti Kolb trugen sich ebenfalls weiter in die Scorer-Liste ein. Hinzu kamen zur Freude der mitgereisten Fans einige schöne Spielzüge wie ein Alley-Oop von Björn Hertlein auf Micha Reinlein. Christian Peter ackerte in der Defense und holte einige Ballgewinne, die er in schöne Anspiele auf seine Mitspieler ummünzte. Ihm war auch das spielerische „Highlight“ des Nachmittags vorbehalten. Er zog gegen 2 Gegenspieler zum Korb und legte dann mit einem „no-look-Pass“ seitwärts hinter dem Rücken auf Basti Kolb ab, der per Korbleger vollendete. Am Ende besiegte der SVB die 46ers nach einer klaren Leistungssteigerung in der 2. Halbzeit mit 85:59.

 

Coach Cosmar nach dem Spiel: „Die im Vergleich zum Hinspiel vorgenommenen Veränderungen haben heute gut gegriffen. Die Altenberger Schlüsselspieler haben 19 Punkte weniger gemacht, und das, obwohl mit Dave Weinmann und Peter Hehrlein 2 unserer besten Verteidiger fehlten. In 4 der letzten 5 Ligaspiele konnten nun 8 oder mehr Spieler punkten und alle Einsatzzeit erhalten. Das ist natürlich super. Auch muss ich meinem Team ein Kompliment machen, wie es auf die nötigen Umstellungen und die Ausfälle reagiert hat, insbesondere defensiv. Da haben alle an einem Strang gezogen. Durch die gestrige Niederlage des Post SV Nürnberg 5 bei TB Erlangen 3 sind wir dem erneuten Aufstieg nun natürlich sehr nahe. Bei der aktuellen Tabellen-Konstellation und dem Spielplan von Post 5 (muss noch auswärts in Fürth, Altenberg, Ansbach und bei uns antreten) müsste schon viel passieren, dass wir nicht aufsteigen. Aber wir werden nicht nachlassen und in den nächsten Wochen unsere Hausaufgaben machen. Großer Dank – neben dem Dank an die Schiedsrichter (s.o.) – gebührt den vielen Fans, die uns 3 Stunden angefeuert und unterstützt haben. Es ist schön, auch auswärts quasi eine Heimspielatmosphäre zu haben.“

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